Reit - und Fahrverein Kirchschlag - Geng
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Vorstandsmitglieder:
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Obmann: Fritz Habringer, Oberneukirchen, Tel. 0699/12545497
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Kutschenfahrten
Kutschen- und Schlittenfahrten mit Familie oder Gesellschaften z.B.
Weihnachts- oder Familienfeiern sowie auch Hochzeiten.
Kontaktperson:
Hehenberger Franz Tel.: 07215/2195
Panwinkler Franz, Tel.: 07215/2035
Aktivitäten und Erfolge
Anfangs waren es in erster Linie kulturelle Ereignisse, wo die
Reitergruppe auftrat.
Georgiritte, Maibaum-Setzen, Anna-Kirtag und Tag der Tracht in Kirchschlag,
Erntedankfest, Leonhardiritte und Nikolausritte.
Heute präsentiert sich die Gruppe als moderner Verein der sowohl sportlich als
kulturell orientiert ist.
Die Vielschichtigkeit unseres Vereines wurde am 16.Juli 2000 bei der 30
jährigen Jubiläumsfeier zur Schau gestellt.
ERFOLGE:
LANDESMEISTER 1998 Zweispänner Karl Ofner
LANDESMEISTER 2001 Zweispänner Rupert Ganhör
BUNDESMEISTER 2001 Einspänner Rupert Ganhör
LANDESMEISTER 2002 Zweispänner Karl Ofner
LANDESMEISTER 2003 Zweispänner Rupert Ganhör
EUROPACHAMPION 2003 Zweispänner Haflinger Rupert Ganör
8.Platz Weltmeisterschaft 2004 Kleinpferde Rupert Ganhör
2.Platz Weltmeisterschaft 2006 Kleinpferde in England Rupert Ganhör
Aus der Vereinschronik
Franz Panwinkler aus Kirchschlag erzählt:
Die Eheleute Maria und Michael Enzenhofer (Proier) aus Geitenedt feierten im
Mai 1971 die goldene Hochzeit. Da Herr Enzenhofer während des Krieges mit
Pferden beschäftigt war, trat man an uns Jugendliche mit der Bitte heran,
dieses Fest mit einigen Reitern zu verschönern. Wir kamen dieser Bitte gerne
nach und trafen uns am Ostersonntag 1971 mit sechs Pferden auf der
Buchkirchner-Wiese zur ersten Probe. Die Unerfahrenheit im Reiten bereitete uns
aber Probleme. Wir ließen die Pferde einander beschnuppern, was aber ein Fehler
war, denn plötzlich flogen die Hufe zwischen den Pferden und keiner von uns
getraute sich mehr aufs Pferd zu setzen.
Dieser Vorfall wurde von einem, schon damals erfahrenen Reiter beobachtet. Es
war Herr Pfleger Josef, vulgo Reis aus der Staubgasse, der plötzlich im
Sonntagsanzug vor uns stand und gerade in Geitenedt auf Besuch war. Auf seine
Frage hin, ob wir Pferdehirten seien, schilderten wir ihm unser Anliegen. Er
meinte nur, so würde uns das nicht gelingen und gab uns Anweisungen und
Ratschläge. Nachdem wir seinem Befehl Alle rauf aufs Pferd Folge geleistet
hatten, stieg er selbst auf ein Pferd und nach kurzer Zeit war es gelungen, die
Tiere in Schritt zu halten und so stand einem Übungsnachmittag nichts mehr im
Wege. Die Reitergruppe, die an diesem Nachmittag geboren wurde, präsentierte
sich dann stolz bei der goldenen Hochzeit, wobei sie sich großer Beliebtheit
erfreuen konnte.
Nach ca. einem Jahr kam es auf Vorschlag des damaligen Ö.K.R. Josef Nopp zur
ersten Wahl des Vereins, bei dem Herr Franz Panwinkler zum Obmann und Herr
Anton Kaiser zum Stellvertreter gewählt wurden. Neben der Wahl ging es auch um
den Versicherungsschutz durch die Union Geng unter dem damaligen Unionchef
Leopold Dannerer aus Untergeng.
So wie jedem Verein fehlte es uns auch an Geld und so versuchten wir es mit
einer kleinen Veranstaltung in Untergeng, dem damaligen Reiterkränzchen, auc
dem sich der seither beliebte Reiterball entwickelt hat, zu dessen Gelingen
sicher aber auch unser Wasserwirt Herr Pargfrieder seinen Beitrag dazu
leistet.
Die Gruppe wuchs, die Mitgliederzahl wurde größer. Nun setzten sich wieder
Ö.K.R. Nopp und der damalige Bürgermeister aus Eidenberg, Herr Schütz ein,
einen alten Brauch neu zu beleben, den es in Eidenberg schon viele Jahre vorher
gab. Es war der Leonhardi-Ritt, der wieder neu ins Leben gerufen wurde und
seither Tradition ist. So wurden wir auch zu vielen Festen außerhalb der
Gemeindegrenzen eingeladen (z.B. Micheldorf).
Da wir eine ländliche Reitergruppe waren und andere Reitergruppen schon längst
eine eigene Tracht hatten, nützen wir die Gelegenheit, uns mit der alten Tracht
von der Musikkapelle Eidenberg, welche eine neue Tracht bekam,
einzukleiden.
Neben den Bräuchen Leonhardi- und Georgiritt entstand eine neue Aktivität durch
den damaligen Landtagsabgeordneten und heutigen Präsidenten des Roten Kreuzes,
Herrn Leo Pallwein-Prettner. Es war das erste Schlittenrennen auf der
Blümlwiese in Kirchschlag, welches wir auf seine Initiative hin durchführten.
Auch diese Veranstaltung erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und ist eine
nicht mehr wegzudenkende Aktivität geworden.
So konnten wir uns über viele Feste, Aktivitäten und Ereignisse freuen, die wir
mit Unterstützung vieler engagierter Personen, unter anderem durch die
Bürgermeister Schütz aus Eidenberg und Kaiser aus Kirchschlag, der ja selbst
ein Gründungsmitglied war, zur Freude vieler Menschen am Pferdesport und
gemütlichen Veranstaltungen über die Bühne bringen konnten. Nachdem die
Reitergruppe an Mitgliedern gewachsen war und uns die Tracht der Musikkapelle
zu klein und zu wenig wurde, konnten wir uns durch die Umsicht des
Obm.Stellvertreters Anton Kaiser und der Mithilfe der Union Geng eine
maßgeschneiderte Uniform anschaffen, die uns bis heute erhalten geblieben
ist.
Nun aber war es an der Zeit, nach 20 Jahren, im Jahre 1991, die Führung zu
wechseln. Es wurde Herr Rupert Ganhör aus Untergeng zum Obmann und Herr Franz
Hehenberger aus Geitenedt zum Stellvertreter gewählt. Und wie es sich gehört
kam mit dem neuen Obmann auch frischer Wind in die Gruppe, aus der
Brauchtumsgruppe wurde eine leistungsfähige Sportgruppe. Viele junge
Reiterinnen und Reiter machten den Reiterpass und die Reiternadel. Einige von
uns machten das Fahrabzeichen in Bronze, das heute den Führerschein im
Gespannfahren bedeutet. Manche begannen auf Turniere zu fahren. So kann sich
unserer Gruppe freuen durch Herrn Karl Ofner den Landesmeister 1996 und Herrn
Rupert Ganhör den Landesmeister sowie Bundesmeister 2001 im Gespannfahren in
unserer Mitte zu haben. Doch wie wir wissen bedarf es für leistungsfähige
Pferde eine strenge Auswahl der Zucht, darum sind wir stolz, durch Herrn Anton
Kaiser aus Untergeng, den Bezirksobmann des Pferdezuchtverbandes aus dem Bezirk
Urfahr, einen erfahrenen Berater in unserer Gruppe zu haben.
So wünschen wir uns noch viele Jahre in Leistung und Sport, in Brauchtum und
Freude, vor allem aber in Kameradschaft verbringen zu dürfen.

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