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Wissenswertes über die Geschichte der Goldhaube in Oberösterreich und in Kirchschlag

Geschichte

Die Goldhaube als Wahrzeichen jeder Goldhaubenfrau gibt es schon seit dem 17. Jhd. Damals hat sich die Bodenhaube als Sontagsstaat  und Zeichen für Wohlstand und Ansehen herauskristallisiert. Die Bodenhaube gilt als Vorgängerin der Linzer Goldhaube, die sich ab der Mitte des 19. Jhd. entwickelt hat. Parallel dazu hat sich die schwarze Perlhaube entwickelt.
Nach der Bauernbefreiung verschwand die Goldhaube immer mehr als traditionell getragener Sonntagsstaat und gegen Ende des 19. Jhd. wurde sie nur mehr in Vereinen und Gruppen getragen. In den 70er Jahren des 20. Jhd. erfuhr die Goldhaube und der dazugehörige Feststaat eine Wiederbelebung. Es wurden Stickkurse angeboten und die Zahl der Goldhaubenfrauen vermehrte sich ständig. Am 6. Mai 1976 hat dann Anneliese Ratzenböck alle Goldhaubengruppen des Landes OÖ. zu einem gemeinsamen Landesverband mit einer Mitgliederzahl von ca. 2000 Frauen zusammengefasst. Heute sind ca. 18.000 Frauen in dieser großen Gemeinschaft tätig.

Drei Schwerpunkte für die Arbeit in den Goldhaubengruppen wurden gesetzt:

  • Gemeinschaftsbildung im Zeichen der oberösterreichischen (Fest)trachten.
  • Pflege von Brauchtum und Tradition.
  • Beteiligung der Frauengemeinschaft am oberösterreichischen Kulturleben durch Ausstellungen und   Brauchtumsveranstaltungen

Gründung der Ortsgruppe Kirchschlag

Die Goldhauben- und Kopttuchgruppe Kirchschlag wurde auch im Jahr 1976 gegründet. 1975 wurde auf Initiative von der damaligen Ortsbäuerin Franziska Kaiser , Riedl 30 (Goishofer) ein Goldhauben-Stickkurs angeboten und von einigen Frauen besucht. Nach der Fertigstellung im Jahr 1976 wurde dann die Ortsgruppe Kirchschlag unter der Leitung von Rosa Kaineder, Riedl 4 (Eder) als 1. Obfrau mit ca. 20 Mitgliedern aus der Taufe gehoben.

In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Veranstaltungen mit dem Auftritt der Goldhauben- und Kopttuchfrauen verschönert. So wurden die Ausrückungen zu Fronleichnam, zum Tag der Tracht und Blasmusik und zum Erntedankfest ein fixer Bestandteil. Neben den öffentlichen Auftritten machten es sich die Kirchschlager Goldhaubenfrauen weiters zur Aufgabe mit den Erlösen aus den diversen Pfarrkaffees und Bastelarbeiten karitative Einrichtungen wie Licht ins Dunkel, Kinder aus Tschernobyl, Nothilfekonto der Landesobfrau, die Pfarre Kirchschlag, Schwester Patrizia in Rumänien etc. finanziell zu unterstützen.

Nach arbeitsreichen und erfolgreichen 16 Jahren übergab die damalige Obfrau Rosa Kaineder im Jahr 1992 das Zepter an Frau Karoline Gangl, die ihrerseits der Gruppe die nächsten 15 Jahre vorstand. Im Zuge der 25 Jahr-Feier der Kirchschlager Goldhaubengruppe wurde  Frau Rosa Kaineder zur Ehrenobfrau als Dank und Anerkennung für ihre vielen Jahre als Obfrau ernannt. Seit Juni 2007 liegt nun die Führung der Gruppe in den Händen von Frau Birgit Reiter, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Gruppe so erfolgreich zu führen, wie es ihre Vorgängerinnen getan haben.

Wofür steht die Goldhaubengruppe in Kirchschlag?

Die Kirchschlager Goldhauben- und Kopftuchfrauen stehen für Tradition und Brauchtum, aber auch für Erneuerung und Weiterentwicklung und freuen sich immer über neue Mitglieder. Gerade die Jugendarbeit wird groß geschrieben und so kann sich die Gruppe jedes Jahr  über viele junge Goldhaubenmädchen freuen, die  mit ihren goldenen Häubchen und seidenen Kleidern die Feste verschönern.